Eröffnung der Konferenz



Mittwoch, 15. Oktober 2014 | 10:15 Uhr

Referent

Hans Groth

Organisation

Präsident des Stiftungsrates

Reporting

Dr. Hans Groth, Präsident der Stiftung Academia Engelberg, hiess die Gäste des 13. Wissenschaftskongresses herzlich willkommen. “Nahrungssicherheit – warum haben wir dieses Thema gewählt?“, fragte Groth. Die Antwort lieferte er gleich selber: „Die Bevölkerung wird in den nächsten 20 Jahren weiter ansteigen. Es braucht Lösungen um die Weltbevölkerung ernähren zu können.“ Er sei jedoch fest davon überzeugt, dass Nahrungssicherheit gewährleistet werden könne, trotz Bevölkerungswachstum und wechselnden Anforderungen wie zum Beispiel der Überalterung.

Prior Guido Muff freute sich, die Gäste des 13. Wissenschaftsdialogs der Stiftung Academia Engelberg auch in diesem Jahr im Kloster Engelberg begrüssen zu dürfen. Nahrungssicherheit sei keine Selbstverständlichkeit. Im Kloster Engelberg zum Beispiel hätten früher Mönche abgewiesen werden müssen, weil diese nicht ausreichend hätten ernährt werden können. Er wünschte den Teilnehmern einen guten Dialog und einen angenehmen Aufenthalt in Engelberg.

Hans Groth

Dr. med. Hans Groth, MBA, ist seit dem 1.1.2013 Präsident des Stiftungsrats der Academia Engelberg. Zudem ist er Verwaltungsrat-Präsident des mit der Universität St. Gallen (HSG) assoziierten WDA Forum (World Demographic & Ageing Forum) sowie VR Mitglied der RehaClinic Bad Zurzach AG.

Nach seinem Medizinstudium und Ausbildung zum Internisten war er 24 Jahre bei Pfizer Inc. tätig. Er verfügt über umfassende Erfahrungen in über 30 Gesundheitsmärkten in Europa inklusive Osteuropa sowie USA und Kanada.

Seine Verantwortlichkeiten betrafen klinische Forschung, Arzneimittelzulassung, Marketing & Vertrieb sowie Gesundheitspolitik und Interaktionen mit Regierungsbehörden, zum Beispiel für die Preispolitik patentfreier und patentgeschützter Medikamente. 2003 führte er als erster „Pfizer Global Health Fellow“ im Auftrag von UNAIDS in Zentralasien und Sibirien eine HIV/AIDS/Tbc-Fallstudie zur Quantifizierung des Bedrohungspotentials durch. Für sein fortlaufendes Engagement von Public-Health-Infrastruktur-Projekten in Südostsibirien und Kirgistan erhielt er 2008 den „Pfizer Global Health Fellow Award“.

Seit mehr als 10 Jahren beschäftigt sich Hans Groth mit dem Wechselspiel von „globalem demographischen Wandel, volkswirtschaftlicher Entwicklung, Wohlstandssicherung und gesellschaftlicher Stabilität“ und ist Mitherausgeber folgender Bücher: „Europe’s Demographic Challenge – Unlocking the Value of Health“, Thieme Verlag 2007 und „Population Dynamics in Musli Countries – Assembling the Jigsaw“, Springer Verlag 2012. Seine explizite Thematisierung der Werte Bildung und Gesundheit erweitern gängige Theorien der volkswirtschaftlichen Entwicklung und Produktivität und eröffnen damit neue Wege mit den absehbaren demographischen Veränderungen umzugehen. Seit 2009 ist Dr. Groth Gastdozent an der Universität St. Gallen zum Thema “Megatrend Demographie“ sowie gewähltes Mitglied des “Global Agenda Council on Global Population Growth” des World Economic Forum (WEF). Weiterhin ist er Mitbegründer der Hittisauer Gespräche, einem interdisziplinären, unabhängigen Think Tank zu Fragestellungen des „Gesundheitssystem Schweiz“.

Hans Groth ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er ist schweizerisch-deutscher Doppelbürger.

Donatoren und Partner

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.