Mikroernährung, Unterernährung – der versteckte Hunger



Donnerstag, 16. Oktober 2014 | 14:45 Uhr

Referent

Maria Andersson

Organisation

ETH Zürich

Reporting

Maria Andersson, Dr., Senior Scientist, ETH Zürich, sprach am 13. Wissenschaftsdialog der Stiftung Academia Engelberg darüber, dass die Qualität von Nahrung genauso wichtig sei, wie die Quantität für eine optimale Ernährung. „Oftmals fehlen uns wichtige Nährstoffe, obwohl wir genügend Nahrung haben“, wies Andersson auf die Problematik des versteckten Hungers hin. Besonders häufig seien Eisen-, Zink-, Vitamin A-, Folsäure- und Iod-Mangel erkennbar.

Menschen mit verstecktem Hunger würden sich erntebasiert ernähren. Erntebasierte Nahrung sei zwar reich an Kalorien, enthalte aber nicht genügend Mikronährstoffe. Armut oder der Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln gehöre zu den grössten Herausforderungen in Ländern mit niedrigem Einkommen. Unbeständige Preise auf dem globalen Lebensmittelmarkt würden auch diverse Ernährungsgewohnheiten in wohlhabenderen Ländern stören und begünstigen den Verbrauch von weniger teuren Grundnahrungsmitteln die arm an Mikronährstoffen sind. So koste zum Beispiel in Amerika ein Burger weniger als ein Salatteller.

Mikronährstoffmängel während der Schwangerschaft und der frühen Kindheit, könne zu einer körperlichen und psychischen Beeinträchtigung führen. Interventionsstrategien wie die Anreicherung von Lebensmitteln würden bereits heute zur Verfügung stehen. Allerdings bleibe die grossangelegte Umsetzung und Nachhaltigkeit der Mikronährstoff-Interventionsprogramme herausfordernd. Das ganze Referat von Maria Andersson können Sie auf Video nachschauen.

Maria Andersson

2012 – present Senior scientist, Laboratory of Human Nutrition, ETH Zurich, Switzerland

2010 – 2012 Post-doctoral fellow, Laboratory of Human Nutrition, ETH Zurich, Switzerland

2005 – 2010 PhD thesis, Laboratory of Human Nutrition, ETH Zurich, Switzerland. Title: Impact evaluation of food fortification with iron in school children and women of reproductive age

2005 – 2007 Visiting researcher within the Ph.D. program, Institute of Population Health and Clinical Research, St. John’s National Academy of Health Sciences, Bangalore, India

2005 Postgraduate studies in biostatistics and epidemiology, School of Public Health, Berkeley, University of California Berkeley, CA, USA

2001 – 2004 Technical officer, Micronutrient Unit, Department of Nutrition for Health and Development, World Health Organization, Geneva, Switzerland

1999 – 2000 Research fellow, Department of Clinical Nutrition, Göteborg University, Göteborg, Sweden

1998 Research fellow, The Unit for Preventive Nutrition, Karolinska Institute, Stockholm, Sweden

1994 – 1999 MSc in Human Nutrition, Stockholm University, Stockholm, Sweden

1993 – 1994 Music diploma, Betel Music Academy, Stockholm, Sweden

Donatoren und Partner

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.