Wie können wir angesichts des Klimawandels die Nahrungssicherheit fördern?



Freitag, 17. Oktober 2014 | 11:15 Uhr

Referent

Gerald C. Nelson

Organisation

Universität Illinois

Reporting

Gemäss Gerald C. Nelson, emeritierter Professor der Universität Illinois, habe der Klimawandel die Landwirtschaft bereits beeinflusst. So habe sich zum Beispiel die chinesische Reisproduktion vom Süden in den Norden verschoben. Auch die Kaffeeproduktion habe sich eher in höhere Lagen verschoben. Die Veränderungen in der Zukunft könnten aber wesentlich grösser ausfallen, Erträge in gewissen Regionen könnten bis zu 50% zurückgehen, warnte Nelson.

Trotz der grossen Herausforderung ist Nelson überzeugt: „Die Welternährung und die Ernährungsbedürfnisse in einer Weise zu erfüllen, die die Umwelt schützt ist möglich. Dafür müssen die Bemühungen zur Verringerung der globalen Treibhausgasemissionen bald beginnen.“ Die Forschung müsse hochgefahren, die Innovationskraft der Unternehmen genutzt, Handelshemmnisse beseitigt werden um gleiche Wettbewerbsbedingungen auf dem Markt zu schaffen. Kleinbauern in Ländern mit niedrigem und mittleren Einkommen müssten Zugang erhalten zu Praktiken und Innovationen, die ihre Produktivität und Be-lastbarkeit verbessern könnten. All das werde das globale Nahrungssystem stärken, um eine wachsende Bevölkerung mit höherem Einkommen zu unterstützen.

Weitere Ausführungen zu seinem Referat, welches er am 13. Wissenschaftsdialog der Stiftung Academia Engelberg hielt, finden Sie im Video.

Gerald C. Nelson

Gerald Nelson, Professor Emeritus, currently serves as a member of the Global Agenda Council on Measuring Sustainability with the World Economic Forum. Nelson retired in 2013 but most recently served as a Senior Research Fellow at the International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington, DC. While at IFPRI he coordinated its climate change research, led the policy analysis activities of the CGIAR Research Program on Climate Change, Agriculture, and Food Security, and was the principal investigator on major projects on food security and climate change issues funded by the Bill & Melinda Gates Foundation, and the German and British aid agencies.

His research includes global modeling of the interactions among agriculture, land use, and climate change; consequences of macro-economic, sector and trade policies and climate change on land use and the environment using remotely sensed, geographic and socioeconomic data; and the assessment of the effects of genetically modified crops on the environment. Nelson was the coordinating lead author of the Drivers chapter of the Millennium Ecosystem Assessment Scenarios work. Previously, he was Professor at the Department of Agricultural Consumer Economics at the University of Illinois, served as Visiting Scholar at the Economic Research Service at the US Department of Agriculture, and was Specialist and Visiting Assistant Professor at the Agricultural Development and the University of the Philippines.

Jerry continues his research activities on global food security and the consequences of climate change but has also begun research on the effects of climate change and air quality on local agriculture near his home in Grand Junction, Colorado.

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Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

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Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.