Impact of Molucelar Biology



Sonntag, 1. Januar 2012

Eröffnung des Symposiums

Prof. Jakob Nüesch, ehemaliger Präsident der ETHZ und Initiator dieses Symposiums, eröffnet die Veranstaltung.

Über 70 Personen aus dem Europäischen Raum aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nahmen am Symposium über den Einfluss der Molekularbiologie auf die Biotechnologie und die Gesellschaft in der Semper Aula der ETH Zürich teil.

Rückblick über die Entwicklung in der Molekularbiologie

Einen Rückblick über die Entwicklung in der Molekularbiologie und ihren Einfluss auf die Wissenschaft präsentierte Nobelpreisträger Professor Werner Arber von der Universität Basel.

In seinem Referat zeigte er die Zusammenhänge der wissenschaftlichen Errungenschaften von den Erkenntnissen von Miescher von 1874 bis hin zur DNA-Analyse auf.

Professor Arber wies auf deren Einflüsse auf technologische und wirtschaftliche Entwicklung wie auch auf die Auswirkungen in der Gesellschaft und auf politische Entscheide hin.

Die wichtigsten wissenschaftlichen Errungenschaften

In seiner Präsentation über die wichtigsten wissenschaftlichen Errungenschaften zeigte Professor Stylianos E. Antonorakis von der Universität Genf auf, wie menschliche Genome Stück für Stück entschlüsselt wurden.

Er sprach über die Vorteile, welche die moderne Medizin daraus gewinnen konnte und was das für den einzelnen Mensch bedeutet.

Professor Antonorakis zeigte aber auch auf, wo in ethischen, sozialen und rechtlichen Bereichen noch Fragen offen sind, die es rasch zu klären gilt.

Immunologie

Im letzten Vortrag des Vormittags erläuterte Professor Antonio Lanzavecchia vom Istituto di Recerca in Biomedicina aus Bellinzona am Beispiel von Impfungen und der Zellbiologie welche Resultate die wissenschaftliche Forschung in den letzten 50 Jahren im Bereich der Immunologie erreicht hat.

Professor Lanzavecchia sprach auch die Rolle des Marktes sowie die rechtlichen Aspekte im Rahmen der Forschung an.

Drohende Nahrungsmittelknappheit

Nach dem Lunch erläuterte Professor Wilhelm Gruissem von der ETH Zürich die drohende Nahrungsmittelknappheit aufgrund der demografischen Entwicklung bis 2050.

Bereits bis 2020 müssen die Erträge erheblich gesteigert werden, damit nicht weltweite Hungerkatastrophen entstehen.

Um die Nahrungsmittelsicherheit längerfristig garantieren zu können, brauche es heute innovative Forschung, effiziente Züchtungen und neue Technologien, die auch die Gentechnologie beinhalte.

Art der Forschung in Biotechnologie

Daniel Gygax von der fhnw in Muttenz referierte über die breit gefächerte und disziplinenübergreifende Art der Forschung in Biotechnologie.

Anhand eines neuen GHB-Testers in Strohform präsentierte Daniel Gygax die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachgremien von der Problemerkennung bis hin zu einem marktreifen Produkt.

Ethische Chancen und Risiken

Über die ethischen Chancen und Risiken von Molekularbiologie und Biotechnologie sprach Professor Klaus Peter Rippe von der Universität Karlsruhe.

Professor Rippe argumentiert in seinem Beitrag, dass sowohl Chancen als auch Risiken von Technologien sorgfältig abgewogen werden sollten.

Aber es sei moralisch falsch, die Chancen einfach komplett zu ignorieren.

Chancen und Risiken neuer Technologien

Im letzten Vortrag vor der abschliessenden Plenumsdiskussion sprach Marie-Valentine Florin, vom International Risk Governance Council in Lausanne über die Chancen und Risiken neuer Technologien.

Frau Florin zeigte die Interpendenzen zwischen Risikobeurteilung, ökonomischen Reizen der Forschungs- und Entwicklungsresultate sowie der entsprechenden Aufklärung der Öffentlichkeit mittels Kommunikation auf.

Plenumsdiskussion

In der abschliessenden Plenumsdiskussion entspann sich zwischen dem Publikum und den Referent sowie weiteren Gästen wie Susanne Hochuli, Landammann Kanton Aargau, und Professor Peter Rieder, ETHZ, ein lebhafter Diskurs.

Schlussbemerkungen

Am Ende der Tagung dankte Dr. Dominik Galliker, Vizepräsident der Stiftung Academia Engelberg, allen Referenten für ihre hervorragenden Referate.

Danach gab es für Professor Jakob Nüesch, ehemaliger Präsident der ETHZ und Initiator dieses Symposiums, als Geburtstagsüberraschung: ein sehr persönlich gestaltetes Buch.

Neun enge Weggefährten hatten einen Beitrag über die gemeinsame Zeit eingebracht.

Auch der ehemalige ETH-Präsident Lino Guzzella gratulierte Professor Nüesch für seinen steten Einsatz zugunsten von Forschung und Wissenschaft.

Partner

Nach einer längeren Phase der fruchtbaren Zusammenarbeit wurde im Juni 2007 eine enge Partnerschaft vereinbart. Das Collegium Helveticum ist ein von Universität Zürich und ETH Zürich gemeinsam getragenes Institut.

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

2014 ist die Stiftung Academia Engelberg eine Partnerschaft mit der Universität Lund aus Schweden eingegangen. Die Universität wurde im Jahre 1666 gegründet, jedoch bestand schon 1425 das Studium generale, ein Vorgänger der heutigen Universität.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Mit Singularity 2030 besteht seit 2016 eine Partnerschaft. Ziel es es, Synergien bei der Vermittlung von wissenschaftlicher Forschung über Singularity (künstliche Intelligenz / biologische Intelligenz) an die breite Öffentlichkeit und Unternehmerkreise zu nutzen.

Die Stavros Niarchos Foundation ist eine der weltweit führenden internationalen philanthropischen Organisationen. Sie unterstützt die Aktivitäten der Stiftung Academia Engelberg seit 2013 und ermöglicht damit massgeblich die Summerschool.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.