Die Krise des Sozialstaates und das Grundeinkommen



Montag, 7. Oktober 2013

Autor

Monika Wehrli / Julian Renninger

Während die Krise des Sozialstaates in aller Munde ist, alle schon fragen ob der Sozialstaat noch eine Zukunft hat, die nächste Konferenz der Stiftung Academia Engelberg genau diesen Fragen nachgeht, Amerika in einer Haushaltskrise steckt – ausgelöst durch Obamacare – und die Lage in Griechenland, Spanien oder Italien irgendwie auch nicht besser wird, wurde diesen Freitag in Bern die Initiative für das bedingungslose Grundeinkommen eingereicht.
Absurd, denkt man, gerade jetzt wo dunkle Wolken aufziehen, kann man doch nicht solche Ideen präsentieren, das beschleunigt doch den Untergang nur und ja sagt dazu doch erst recht niemand.

Doch. Denn genau jetzt ist der richtige Moment. Krisen helfen uns, die Systemfrage zu stellen und etwas Neues zu wagen. Wenn es uns gut geht, sind wir zu bequem, um uns zu fragen, ob es uns anders nicht noch besser gehen könnte. Wir beherzigen den Tipp der Informatiker: Never change a running System. Kracht und knirscht unser System aber, denken wir nach, fragen uns in welchem System und welcher Welt wir leben wollen. Das bedingungslose Grundeinkommen kann eine Antwort auf diese Frage sein. Egal ob das Schweizer Volk Ja, oder Nein stimmen wird, aus der Diskussion über das bedingungslose Grundeinkommen werden die Stimmbürger viel lernen, über sich und das System in dem sie leben. Und am Ende werden Sie, jeder für sich, die Frage beantworten müssen: Wie viel sozial ist sozial?

Donatoren und Partner

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.

Das Benediktinerkloster Engelberg prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahr 1120.

Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend den Bedürfnissen des Ortes. Bildungsarbeit an der Stiftsschule, Seelsorge in der Pfarrei, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.