Bewaffnete Gewalt und Entwicklungsarbeit – Aktuelle Herausforderungen und ein Handlungskonzept



Freitag, 16. Oktober 2009 | 11:10 Uhr

Referent

Thomas Greminger

Organisation

EDA

Reporting

Thomas Greminger, Direktor im Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten und Diplomat, zeigte sich trotz beinahe täglicher Meldungen zu gewalttätigen Auseinandersetzung zuversichtlich: „Die Internationale Gemeinschaft ist sich bewusst geworden, dass bewaffnete Auseinandersetzungen negative Auswirkungen auf die Entwicklungs-Perspektiven der betroffenen Regionen haben. Bewaffnete Gewalt ist sowohl Ursache als auch Folge von Fehlentwicklungen. Diese müssen ganzheitlich und mit einem langfristigen Zeithorizont angegangen und die Bemühungen international koordiniert werden. Um künftige Konflikte zu vermeiden, sind neben der potentiellen Waffenstärke auch strukturelle Risiko- Faktoren mit zu berücksichtigen. Dazu gehören insbesondere die Bildungs- und Beschäftigungschancen gefährdeter Regionen. Dennoch bleiben viele Fragen offen und vieles muss noch getan werden, um die Lebensgrundlage in den betroffenen Gebieten nachhaltig zu verändern.“

Thomas Greminger

Botschafter Greminger ist Leiter der Politischen Abteilung IV, Menschliche Sicherheit, des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA. Die Abteilung Menschliche Sicherheit ist innerhalb des EDA für Friedensförderung, Menschenrechte sowie humanitäre und Migrationspolitik zuständig. PAIV bietet in über einem halben Dutzend Friedensprozesse weltweit (Kosovo, Naher Osten, Sri Lanka, Nepal, Burundi, Sudan) Hilfeleistungen und Vermittlungsdienste. Die Abteilung entwickelt und unterhält Programme zur Konfliktbearbeitung (Förderung des Dialogs, Grundlagenwissen, Transitional Justice, Entminung, Kleinwaffen etc.). Weiter lanciert die Abteilung diplomatische Initiativen in den genannten Politikbereichen (z. B. Schaffung eines UN-Menschenrechtsrats). Pro Jahr werden über 200 Spezialisten in multilateralen und bilateralen Friedensoperationen eingesetzt. PAIV steht im ständigen Kontakt mit verschiedenen strategischen Partnern des Departments (Genfer Zentrum für die demokratische Kontrolle der Streitkräfte, Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik, Zentrum für den humanitären Dialog etc.). Botschafter Greminger leitet ein Team von 70 Angestellten und verfügt über ein jährliches Budget von 65 Millionen Schweizer Franken.

Botschafter Greminger studierte Geschichte, Wirtschaft und Politikwissenschaften an der Universität Zürich und erwarb das Doktorat in Geschichte. Er ist Oberstleutnant im Generalstab der Schweitzer Armee. 1990 trat er in den Dienst des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten ein und begann seine Kariere als Attaché in der Schweizer Botschaft in Tel Aviv. 1992 wurde er diplomatischer Berater für Entwicklungspolitik bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Er ist Koautor des Leitbildes Nord-Süd des Bundesrates und ist stellvertretender Leiter der DEZA-Abteilung, die für dessen Umsetzung zuständig ist. 1996 wurde er Leiter der Sektion Politik und Forschung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit und Sekretär der Konsultativkommission des Bundesrates für Internationale Zusammenarbeit. Von 1999 bis 2001 war er als Geschäftsträger der Schweizer Botschaft in Maputo und als DEZA-Koordinator in Mozambique tätig. Nach seiner Rückkehr in die Zentrale wurde er stellvertretender Leiter der Politischen Abteilung IV, Sektion Friedenspolitik und Menschliche Sicherheit.

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Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

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