Dem Computer vertrauen – wie weit?



Freitag, 17. Oktober 2003 | 11:45 Uhr

Referent

Joseph Weizenbaum

Organisation

MIT, Cambridge USA

Reporting

Der kämpferische, emeritierte Professor für Computer Science am MIT gehört nicht nur zu den Pionieren der Informatik. Er ist auch seit 30 Jahren engagierter Warner vor dem falschen Gebrauch des Computers. „Gäbe es nur wenige Computer, wäre Vertrauen keine wichtige Frage. Wenn aber der Computer allgegenwärtig werden, ist es ein leichtes, immensen Schaden anzurichten.“ Gerade weil der Computer pervasive wird, ist die Vertrauensfrage höchst dringlich.

Joseph Weizenbaum

Joseph Weizenbaum (*1923 in Berlin) emigrierte 1936 in die Vereinigten Staaten und studierte an der Wayne Universität in Detroit Mathematik (BS 1948, MS 1950). Mitarbeiter an einem Computer-Projekt. Von 1955 bis 1963 war er als Systems Engineer im Computer Development Laboratory der General Electric tätig und an der Konzeption des ersten Computer-Banksystems beteiligt.

1963 begann seine Tätigkeit am Massachusetts Institute of Technology (MIT). 1970-1988 Professor für Computer Science. Gastprofessor an mehreren Universitäten. Joseph Weizenbaum befasste sich mit ethischen Fragen des Computers und der modernen Technik. 1998 Preis des Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung für seine Verdienste und seinen Einsatz für Verantwortung in der Informatik.

Donatoren und Partner

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.

Das Benediktinerkloster Engelberg prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahr 1120.

Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend den Bedürfnissen des Ortes. Bildungsarbeit an der Stiftsschule, Seelsorge in der Pfarrei, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.