Hat die Von-Neumann-Architektur ihre Grenzen erreicht?



Donnerstag, 13. Oktober 2016 | 14:45 Uhr

Referent

Matthias Kaiserswerth

Organisation

Hasler Stiftung

Reporting

In seinem Referat erläutert Dr. Matthias Kaiserswerth, Geschäftsführer der Hasler Stiftung, die Problematik der heutigen Datenmengen:

Derzeit werden täglich 2.5 Quintillionen Datenbites erstellt. Allein in den letzten zwei Jahren wurden 90 Prozent aller Datensätze produziert. Mit diesem Volumen stösst die bisherige Architektur, deren Grundzüge aus dem Jahr 1945 stammen, an ihre Grenzen.

Zudem benötigen herkömmlicher Computer rund 98 Prozent der Energie für die Rechnerkühlung. Deshalb forschen Firmen und Universitäten seit rund 15 Jahren nach Alternativen. In der Entwicklung sind kognitive Computersysteme wie der Quanten-Computer, mit dem IBM im Jahr 2011 mit „Watson“ Geschichte schrieb. Ebenfalls geforscht wird an neuronalen Netze, die wie unser Gehirn funktionieren.

In der Folge ging Matthias Kaiserswerth auf beide Systeme ein und zeigte auf, wie sie von der Natur gelernt hätten. Er präsentierte State of the Art in der Computertechnologie und wies auf die derzeitigen Möglichkeiten und Grenzen in Wissenschaft und Industrie hin.

Wer mehr über die künftigen Computersysteme erfahren möchte, klickt auf das Video.

Matthias Kaiserswerth

Er studierte Informatik an der Universität Erlangen-Nürnberg und an der McGill University in Montreal und promovierte in Informatik an der Universität Erlangen.

Ab 1988 arbeitete Matthias Kaiserswerth während 27 Jahren für die IBM. Bis auf eine dreieinhalbjährige Unterbrechung im Verkauf, wo er weltweit zuständig für die Geschäftsbeziehung zu einem grossen internationalen Industriekunden war, verbrachte er seine gesamte Karriere bei IBM Research.

Nach einigen Jahren Forschung im Bereich Hochgeschwindigkeitskommunikation, Sicherheit und eingebettete Systeme in der Schweiz und den USA wurde er zum Direktor des IBM Forschungslabors in Rüschlikon befördert, um dieses dann für mehr als 11 Jahre zu leiten.

Seit Mai 2015 ist Dr. Matthias Kaiserswerth Geschäftsführer der Hasler Stiftung in Bern. Die gemeinnützige Hasler Stiftung fördert Bildung, Forschung und Innovation in Informatik und Kommunikationstechnologie zum Wohl des Denk- und Werkplatzes Schweiz.

Dr. Kaiserswerth ist Präsident der Standortförderung Zimmerberg-Sihltal, Mitglied des Fachhochschulrats der Zürcher Fachhochschule, des Institutsrats des Eidgenössischen Instituts für Metrologie METAS und Vizepräsident der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) des Bundes.

Donatoren und Partner

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.

Das Benediktinerkloster Engelberg prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahr 1120.

Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend den Bedürfnissen des Ortes. Bildungsarbeit an der Stiftsschule, Seelsorge in der Pfarrei, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.

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