Planetare Urbanisierung



Donnerstag, 13. September 2012 | 8:30 Uhr

Referent

Christian Schmid

Organisation

ETH Zürich

Reporting

Professor Christian Schmid von der ETH Zürich befasste sich mit der Erarbeitung und Bereitstellung von analytischen und empirischen Grundlagen im Zusammenhang von Bauten und der gesellschaftlichen Entwicklung. Auf Karten mit der Bevölkerungsdichte, die die ETH Basel erstellt hat, wird ersichtlich, dass die Urbanisierung in den letzten Jahren hauptsächlich auf dem Land stattgefunden hat. Die Wildnis gibt es nicht mehr – der Amazonas ist bevölkert, so auch die Alpen oder die Wüste. Um die Urbanisierung und die damit verbundenen Prozesse besser zu verstehen, wurden Vergleichsanalysen erstellt. Diese zeigten die Muster der Verstädterung. Zum Beispiel in Neapel. Die Natur stellte zwar ein wichtiger Faktor bei der Urbanisierung dar, aber das Wissen, dass der Vulkan zerstörerisch ausbrechen kann, wurde nicht berücksichtigt. Die Stadt hat den Vulkan umringt. Im Gefahrenbereich leben eine halbe Million Menschen. Sollte der Vulkan ausbrechen, müsste die Bevölkerung innerhalb von zwölf Stunden flüchten. So wie sich die Stadt entwickelt hatte, bräuchten sie jedoch zwei bis drei Tage für die Evakuierung. Die Urbanisierung schaffte eine zweite Natur, aber die erste Natur ist in Bewegung, die zweite ist stabil und gebaut. Die erste Natur wurde also nicht respektiert. Schmids Analysen ergeben ein Muster der Verstädterung, die von Stadt zu Stadt individuell ist. Daraus sei zum Beispiel auch ersichtlich, dass die Schweiz total urbanisiert ist – es sei nur eine Frage der Definition.

Christian Schmid

Since 2004 co-director of the research project „SeDUT“ (La Havanna – transport and sustainable urban development)

Since 2001 lecturer for sociology at the Swiss Federal Institute of Technology Zurich, Departement of Architecture.

Since 1999 scientific researcher at the ETH Studio Basel, Swiss Federal Institute of Technology Zurich, Departement of Architecture. Scientific director of the research project „Die Schweiz – ein städtebauliches Portrait” at ETH Studio Basel.

PhD at the Institute of Geography of the University of Jena: „Stadt, Raum und Gesellschaft – Henri Lefebvre und die Theorie der Produktion des Raumes“ (city, space and society – Henri Lefebvre and the theory of the production of space).

Scientific assistant at the Institute of Geography, University of Berne, Department of Economic Geography and Regional Studies, 1997- 2001.

Scientific assistent at the chair of Natural and Social Science Interface (NSSI), Department of Environmental Sciences, ETH Zurich, 1996 -1997.

Interdisciplinary research project „La ville: villes de crise ou crise des villes“, Institute of Architecture of the University of, 1995–1996.

Fellowship at the Laboratoire de Géographie Urbaine, Université Paris X Nanterre, 1993–1994.

Comparative research on urban development in Frankfurt and Zurich. 1995

Research project „Stadt- und Transportoptimierung“ (optimizing urban development and public transport), 1992.

„Zürich ohne Grenzen“: organisation of a two-term series of lectures on urban development at ETH Zurich. Co-editor of the book „Zürich ohne Grenzen“, pendo, Zürich, 1986 (with T. Ginsburg, H. Hitz und R. Wolff).

Scientific project „Theorien zur Stadtentwicklung“, GHM, Oldenburg, 1996 (theories of urban develoment) (with R. Hartmann, H. Hitz, R. Wolff).

Donatoren und Partner

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.

Das Benediktinerkloster Engelberg prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahr 1120.

Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend den Bedürfnissen des Ortes. Bildungsarbeit an der Stiftsschule, Seelsorge in der Pfarrei, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.