Die Klimaveränderung



Dienstag, 10. Oktober 2006 | 13:30 Uhr

Referent

Dieter Imboden

Organisation

Präsident des Schweiz. Nationalfonds

Reporting

Was wissen wir? Welches sind die offenen Fragen? Tatsache ist, dass in den letzten 30 Jahren die globale Temperatur um 0.60 C; von 1850 bis 2000 um 10 C gestiegen ist. Bis zum Ende des 21. Jahrhundert ist mit einer Temperaturzunahme von 1-30 C zu rechnen. Im 20. Jahrhundert haben die Niederschläge um 5 bis 10 Prozent zugenommen. Der Meeresspiegel ist um 1-2 mm gestiegen. Das Auftauen des Permafrosts zieht Natur und Gebäude in Leidenschaft. Sozio-ökonomisch gesehen sind auch das Trinkwasser und die Gesundheit, z.B. durch Malaria, betroffen. Neben dem Menschen sind mit orbitalen Variationen, Tektonik, Vulkanen und Sonnenleistung auch natürliche Faktoren zu berücksichtigen.

Dieter Imboden

Dieter Imboden ist seit 1988 ordentlicher Professor für Umweltphysik im Departement für Umweltnaturwissenschaften der ETH Zürich. Seit 2005 ist er Forschungsrats-präsident des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF).

Geboren am 22. August 1943 in Zürich studierte er theoretische Physik in Berlin und Basel und promovierte 1971 bei Professor Walter Baltensperger an der ETHZ mit einer Arbeit über theoretische Festkörperphysik. Seine Faszination für die Umwelt und das Element Wasser brachte ihn an die Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG) und an die Scripps Institution of Oceanography (California). Ab 1974 war er als Lehrbeauftragter an der ETHZ tätig, habilitierte sich 1982 auf dem Gebiet der mathematischen Modellierung und der Umweltphysik und war 1987 einer der Mitbegründer des neuen Studienganges in Umweltnaturwissenschaften an der ETHZ. Von 1992 bis 1996 stand er dem Departement für Umwelt¬naturwissenschaften sowie der gleichnamigen Abteilung vor. Von 1998 bis 1999 leitete er das Projekt novatlantis, Nachhaltigkeit im ETH-Bereich, und initiierte das Pilotprojekt ‘Die 2000 Watt-Gesellschaft’. Er war Gastprofessor an verschiedenen Universitäten, so am MIT und am Caltech.

Während vielen Jahren beschäftigte er sich mit der Untersuchung natürlicher Gewässer, insbesondere der grossen Seen der Erde (Baikalsee, Kaspisches Meer u.a.). Es ist ihm ein wichtiges Anliegen, die Methoden der Physik zusammen mit andern Disziplinen auf die komplexen Probleme der Umwelt anzuwenden. Das mit René Schwarzenbach (ETHZ) und Phil Gschwend (MIT) verfasste Standardwerk ”Environmental Organic Chemistry” wurde 1993 von der Association of American Publishers als bestes Chemiebuch des Jahres ausgezeichnet (eine neue, erweiterte Auflage erschien 2003). An Beispielen wie «globale Klima¬veränderungen» oder «Energiepolitik» versucht er einen Brückenschlag zwischen Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften.

Im Jahre 2000 wurde Dieter Imboden in den Forschungsrat des SNF gewählt, wo er zusammen mit einem multidisziplinären Team verantwortlich für die Auswahl der neuen Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) war. 2005 wurde er zum Präsidenten des SNF-Forschungsrates gewählt. Während der letzten Jahre verschob sich sein Interesse immer stärker zur Wissenschaftspolitik. Er ist überzeugt, dass die Forschung, neben ihrer offensichtlichen Rolle für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung, ein zentraler Teil unserer Kultur darstellt – wie die Kunst. Es ist ihm daher ein wichtiges Anliegen, Wissenschaft und Grundlagenforschung stark in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern.

Donatoren und Partner

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.

Das Benediktinerkloster Engelberg prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahr 1120.

Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend den Bedürfnissen des Ortes. Bildungsarbeit an der Stiftsschule, Seelsorge in der Pfarrei, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.