Marktplatz der Zukunft: Demonstration von Pervasive Computing



Donnerstag, 16. Oktober 2003 | 10:45 Uhr

Referent

Diverse Institute

Reporting

Eines der Forschungsziele des CSEM in Alpnach ist die Entwicklung eines persönlichen, autonomen Roboter-Assistenten, der zum Beispiel Kaffee holen oder den Fotokopierer bedienen kann. Eine wichtige Rolle auf dem Weg dahin spielt Erkennung der Dreidimensionalität und den Umgang damit. Ein Beispiel ist Pelé: Die mobile Pentium- Plattform mit dem adaptiven Bildsensor ADVISE. Der Roboter kann ein bewegtes Objekt – in diesem Beispiel einen rollenden Fussball – erkennen und greifen. Der mobile Roboter wurde in Zusammenarbeit mit der HTA in Horw entwickelt.

Vernetzung und Kommunikation am und mit dem Körper sind Forschungsthemen am IFE Institut für Elektronik der ETH Zürich. Die Projekte orientie-ren sich an der an der Vision eines mobilen Computers, der – unauffällig in der Kleidung in-tegriert – uns immer und überall begleitet, mit dem wir einfach kommunizieren können, der permanent mit dem Internet verbunden ist, und der uns aktuell alle notwendigen Informatio-nen zur Verfügung stellt. Beispielsweise der WearARM: Ein kompletter Computer, tragbar am Oberkörper, ausgestattet mit StrongArm-Prozessor, Head-Mounted-Display und Hand-tastatur. Oder der QBIC Belt Integrated Computer: Versteckt in einem Gürtel und ausgestattet mit verschiedenen Schnittstellen, organisiert dieser Computer Kommunikation am Körper und mit der Umgebung.

Mit Hilfe von miniaturisierten Funksystemen und eingebetteter Inter-aktionssoftware haben die Wissenschafter des Department of Computer Science, Johannes Kepler University, Linz/A, eine „digitale Aura“ geschaffen. Damit kann beim zufälligen Auf-einandertreffen von Menschen und Dingen automatisch ein Vergleich der Auren stattfinden. Wenn diese zusammenpassen – also „die Chemie stimmt“ – steht einer Vertiefung der Inter-aktion nichts mehr im Wege.

Endgeräte und Dienste kommen näher an den mobilen Be-nutzer. Unterhaltung, Information und Kommunikation gewinnen erheblich an Wert, wenn sie möglichst gut an Präsenzinformationen wie Ort, Tätigkeit, körperlicher Zustand, Absichten, etc. einer Person angepasst werden. Die Ausstellungsobjekte von Swisscom Innovations zeigen, wie dies heute mit mobilen Endgeräten und in Zukunft auch mit „Wearables“ immer besser möglich wird.

Das Smart Medicine Cabinet des Instituts für Pervasive Computing der ETH Zürich kann Medikamentenpackungen, die RFID-Chips enthalten, automatisch iden-tifizieren und ist mit dem Internet verbunden, um Zusatzinformationen dazu abzurufen und darzustellen. Dem Benutzer werden zu entnommenen Medikamenten beispielsweise der elektronische Beipackzettel und die Anweisungen seines Arztes angezeigt, und er kann (evtl. auch per SMS oder Sprachausgabe) an vergessene Einnahmen erinnert werden. Ferner können Warnungen über unverträgliche oder zurückgerufene Medikamente angezeigt wer-den.

Download: Unser Alltag im Netz der schlauen Gegenstände Kurzfassung der TA-SWISS Studie

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Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

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Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.