Öffentlicher Abend: Massgeschneiderte Medizin?



Mittwoch, 14. September 2011 | 20:00 Uhr

Referent

Die Mitwirkenden

Chancen und Risiken massgeschneiderter Medizin

„Wir können heute Gensequenzen lesen, aber wir verstehen sie noch nicht. Gewisse Krankheits-Wahrscheinlichkeiten können wir bereits heute aufzeigen. Aber wir wissen nicht, welche Auswirkungen das Zusammenspiel des Krankheitsrisikos und unseres Verhaltens auf unseren Körper hat. Wenn wir das erkennen, öffnen sich für die medizinische Behandlung neue Horizonte“ erläutert Medizin-Professorin Uta Francke, von der Stanford Medical School aus den USA, den aktuellen Stand der Forschung.

„Heute werden Medikamente standardisiert abgegeben: Erwachsene nehmen zwei Tabletten und Kinder eine. Mit personalisierter Medizin wird zuerst geklärt, ob das Mittel für die Person überhaupt geeignet ist, und wenn ja in welcher Dosis der Körper darauf reagieren wird. Dadurch sollte die Suche nach dem richtigen Mittel und der richtigen Dosis für den Patienten ein Ende haben. Erste Erkenntnisse der Wirksamkeit von personalisierter Medizin liegen zum Beispiel bei Brustkrebs oder Diabetes vor“ erläutert Francke die Vorzüge. Welche Kosten dies auslösen wird, dazu gab es unterschiedliche Ansichten. Der Luzerner Alt-Regierungsrat Markus Dürr erwartet eine massive Kostensteigerung, denn bessere Medikamente werden sicher nicht billiger. Einsparungen gebe es wohl durch die Vermeidung von Fehlbehandlungen. Francke entgegnete, dass dank besserer Gesundheitsvorsorge, mehr Bewegung und gesunder Ernährung sehr vieles verhindert werden könne.

Medienmitteilung: Öffentlicher Abend

Die Mitwirkenden des öffentlichen Abends

Diskussionsleitung:
Beat Glogger

Diskussionsteilnehmer:
Uta Francke, Stanford Medical School
Peter Suter, Präsident SAMW
Verena Briner, Chefärztin Kantonsspital Luzern
Markus Dürr, a. Regierungsrat Luzern
Peter Schaber, Universität Zürich

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