Plenumsdiskussion einer Gruppe junger Wissenschaftler



Mittwoch, 16. Oktober 2013 | 14:00 Uhr

Referent

Junge Wissenschaftler aus Frankreich, Griechenland, Schweden und Schweiz

Reporting

Was erwarten 30 junge, engagierte Studenten aus Griechenland, Schweden, Deutschland und der Schweiz von einem Sozialstaat? Wie soll er ausgestaltet sein? Die Antworten darauf wurden in einem vorgängigen Sommercamp erarbeitet und am Mittwochnachmittag in einer raffinierten Videopräsentation aufgezeigt.
Schweden durchlebte seine Krise Anfang der 1990-er Jahre und habe sich heute gut davon erholt. Das Land habe seine Ausgaben drastisch gekürzt. Obwohl die Sozialausgaben auf unter 10 % des jährlichen Bruttoinlandprodukts gesenkt wurden, gehe es den Menschen heute besser.
Mitten in der Krise stecke hingegen Griechenland. Die Studenten berichteten über die Einschränkungen, die sie persönlich erlebten. Beispielsweise erhielten früher Grossfamilien alle zwei Monate eine Unterstützung von 300 Euro. Diese wurde ersatzlos gestrichen. Ärzte seien total unterbezahlt, die Menschen hätten kein Geld mehr für medizinische Leistungen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 46 %, bei den Jugendlichen wesentlich höher. Studenten wüssten heute nicht, ob sie nach dem Studium je eine Stelle finden würden.
Als neue globale Komponente schlugen die Studenten einen generationenübergreifenden Wissenstransfer vor. Denn der Sozialstaat solle nicht nur zu einer Umverteilung von Geld führen, sondern auch Wissen und Erfahrung sollen weiter gegeben werden.
Die zunehmende Überalterung der Gesellschaft bereitete den Jungen ebenfalls Sorge: „Ihre wirtschaftliche und finanzielle Macht könnte das Mitspracherecht der Jungen in Fragen überstimmen, die ihre Zukunft massgeblich betreffen.“
Bei der anschliessenden Fragerunde wollten die Besucher wissen, warum die Jugendlichen nicht sauer seien auf die Älteren, die ihr Geld aufbrauchen? Machten sie sich eventuell zu wenig Gedanken über ihre Rente? Die Antworten der jungen Wissenschaften finden Sie im Video und in den Präsentationen.

Prezi-Präsentation

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