Präsentationen und Diskussion



Donnerstag, 13. September 2012 | 14:00 Uhr

Referent

Gruppe junger Wissenschaftler

Reporting

Philippe Block, Ass. Professor der ETH Zürich setzte sich zuerst mit der Architektur der Vergangenheit auseinander. Wie halten die geschwungenen Gewölbe zusammen? Nach den antiken Vorbildern sind auch seine Projekte entstanden. Ausführliche Tests stellten sicher, dass die Bauten auch tatsächlich halten. Wie die alten Meister baute Block und sein Team Gewölbe, ohne Stahl und ohne Nägel. Abschliessend probierten sie dasselbe mit lokalen und nachhaltigen Baumaterialen in Afrika aus. Die Einheimischen stellten Ziegel aus gepresster Erde her. Die verarbeiteten sie zu einer Kuppel, die dank richtiger Kraftverteilung auch stand. Der Vorteil dieser Methode sei, dass das Baumaterial nicht nur nahe sondern auch günstig ist.

Präsentation von Ass. Professor Philippe Block

Vom Ethiopian Institute of Architecture, Building Construction and City Development (EiABC) präsentierten die zwei Studentinnen Alpha Yacob und Hiwote Negash Reta den Trend in der Stadt Addis Abeba zu leben. Nach einem kurzen Rückblick in die Vergangenheit, erläuterten sie die jetzige Situation und wagten den Blick in die Zukunft: Addis Abeba im Jahr 2050 – von der Armut zur Macht. Mit gezielter Kommunikation und einer umsetzungsstarken Regierung soll Addis Abeba in 40 Jahren eine emissionsfreie Stadt sein, die ihre eigene Energie produziert.

Präsentation von Studentinnen aus Äthiopien

Chen Zhong des Future Cities Laboratory Singapore präsentierte die Beschaffung und Auswertung verschiedener Daten in Singapur. Mit neuen Methoden könnten die wachsenden Datenmengen besser verstanden werden. Dieses Wissen werde Entscheidungsträgern, Stadtplanern und Stakeholdern zugänglich gemacht. Ihre Präsentation zeigte auf, wie die Daten generiert, modelliert und schliesslich visualisiert werden. Am konkreten Beispiel des Stadtteils Rocher verdeutlichte sie, wie der Stadtraum mit Hilfe von analysierten Transportdaten verbessert werden könne.

Präsentation der Studentin aus Singapur

Roman Gaus, Gründer und CEO der Urban Farmers stellte zuerst eine Frage: „Was macht man mit all den leeren Dächern in den Städten? Man wird zum Bauer.“ Angesichts der prognostizierten Verdoppelung der Weltbevölkerung stelle sich ebenso die Frage: Wo könne das Essen für alle diese Leute kultiviert werden? Das Pilotprojekt lief im Juni 2012 an. Auf 250m2 Produktionsfläche werden pro Jahr fünf Tonnen Gemüse und 800kg Fisch gezüchtet. Das entspreche der Nahrung für 80-100 Menschen.

Präsentation der Urban Farmers

Diskussion junger Wissenschaftler
Zu Diskussionen führte vor allem der Vortrag von Urban Farmers. Die Fragen drehten sich um den Gewinn, aber auch um das Pflanzen von Gemüse in einer Stadt, wenn man die Luftverschmutzung bedenkt. Mit den Methoden zur Datenauswertung, wie in Singapur, könnte ein Wertschöpfungszyklus erstellt werden. Landbenutzung vs. Luftverschmutzung und das unter Berücksichtigung der ökologischen Einschätzung. Die Studenten aus Addis Abeba waren überzeugt, dass es wichtig sei zu lernen, wo die Lebensmittel herkommen und wie man sie kultiviere. Das Grundwissen jeder Region soll erhalten bleiben, damit die eigene Identität gewährleistet sei. Aber man sollte sie mit Ideen von anderen Ländern anreichern. Wichtig sei es auch, dass man nie den Dialog mit der Bevölkerung aus den Augen verliere.

Donatoren und Partner

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.

Das Benediktinerkloster Engelberg prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahr 1120.

Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend den Bedürfnissen des Ortes. Bildungsarbeit an der Stiftsschule, Seelsorge in der Pfarrei, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.