Probleme mit der Wählerschaft und denjenigen, die sie lösen wollen



Donnerstag, 14. Oktober 2010 | 8:30 Uhr

Referent

Arthur Lupia

Organisation

Universität Michigan

Reporting

Professor Arthur Lupia, University of Michigan, widersprach der These, wonach die Bürger heutzutage zu wenig über die Politik Bescheid wüssten. Dabei werde angenommen, dass Bürger die politischen Fragestellungen nicht korrekt beantworten könnten und daher falschen Entscheidungen träfen. Gemäss Lupia sei dies aber der falsche Ansatz. Bürger könnten dann die richtigen Entscheidungen treffen, wenn sie auch über alle Informationen verfügten. Entscheidend sei, dass Experten glaubhaft seien und von den Wählern akzeptiert würden, damit die Informationen auch angenommen würden. Zu oft aber würden Informationen von Experten nur unvollständig weiter gegeben, und das sei falsch. Diejenigen, die „Unwissenheit“ anprangerten, sollten sich weniger mit sich selbst und mehr mit den Bürgern befassen. Lupia sah als grösstes Problem, dass viele Experten die Auffassung hätten, ihre Meinung sei die richtige. Erst wenn die sogenannten Verbesserer die Bedürfnisse der Wähler kennen, könnten die Informationen diese auch erreichen. Denn der Wähler entscheide selbst, was für ihn relevant sei und handle auch entsprechend. Bei Informationsvermittlung müsse darum ein lokaler Bezug geschaffen werden. Denn so könne der Wähler den Nutzen für sich und das unmittelbare Umfeld erkennen.

Arthur Lupia

1986 B.A., Wirtschaftswissenschaft, Universität Rochester
1988 M.S., Sozialwissenschaft, California Institute of Technology
1991 Ph.D., Sozialwissenschaft, California Institute of Technology

1990 – 2001 Assistent und dann Professor für Politik Wissenschaft, UC San Diego.
Von 2001 – 2006 Professor für Politik Wissenschaft, Universität Michigan.
Seit 2001 Forschungs-Professor, Institute for Social Research, University of Michigan
Seit 2006 Hal R.Varian Colligate Professor für Politik Wissenschaft, Universität Michigan.

Arthur Lupia führt Forschungsarbeiten zu Themen, die für Politik und Politik einschliesslich der Stimmrechte, die Wahlen, Ueberzeugung, Meinung ändern, staatbürgerliche Erziehung, Koalition Staatsführung, Rechts-bürokratischen Beziehungen und Entscheidungen unter Unsicherheit.

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