Risikoabschätzung in der Privatversicherung – Abwägen von Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit



Freitag, 16. September 2011 | 8:30 Uhr

Referent

Christoph Nabholz

Organisation

Swiss Re

Reporting

Christoph Nabholz von Swiss Re führte aus, dass die genetische Information und Gentechnologie fundamental zugenommen habe. Heute könnten über 2000 Gene getestet werden. In Grossbritannien würden etwa 4% der Gentests privaten Versicherern bekannt gegeben. Davon seien 75% negativ, was eine positive Auswirkung auf den Versicherungsschutz habe. Der Testmarkt wachse und somit auch die Wahrscheinlichkeit des Ausschlusses aus Versicherungen. Andererseits werde gesetzlich reguliert und die privaten Versicherer in diesem Bereich eingeschränkt. Es müsse auch berücksichtigt werden, dass Krankheiten nur zu 30% genetisch bedingt, jedoch zu 40% verhaltens- und 30% umweltbedingt seien. Die Patienten befürchten, dass sie aufgrund von Gentests von den Krankenversicherern ausgeschlossenen und im sozialen Umfeld diskriminiert werden. Auch befürchteten sie den Verlust der Privatsphäre und des Rechts auf das „Nichtwissen“. Christoph Nabholz betonte, dass Lebensversicherer fairen Zugriff auf relevante Informationen über Risiken befürworten. Bis heute würden noch keine Gentests verlangt. Letztlich seien aber die Preise für die Versicherungsnehmer umso besser, je besser die Risikoabschätzung sei.

Christoph Nabholz

Christoph Nabholz is Head of Business Development at the Swiss Re Centre for Global Dialogue and additionally serves as Research & Development Manager to Swiss Re’s Life & Health Division.

As Head of Business Development he is responsible for the content of high-profile industry events held at the Centre for Global Dialogue, Swiss Re’s premiere conference facility. With his background in genetics he actively supports Swiss Re’s research on and development activities in medical trends and longevity.

Before joining the Centre he was Strategic Research Manager in Global Life & Health Underwriting and served as Swiss Re’s Global Genetics Consultant.

Donatoren und Partner

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.

Das Benediktinerkloster Engelberg prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahr 1120.

Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend den Bedürfnissen des Ortes. Bildungsarbeit an der Stiftsschule, Seelsorge in der Pfarrei, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.