Was haben wir gelernt, was werden wir tun? Zusammenfassung



Freitag, 16. September 2011 | 11:15 Uhr

Referent

Gerd Folkers

Organisation

Collegium Helveticum

Reporting

Alle strukturellen und organisatorischen Ebenen müssen in der personalisierten Medizin berücksichtigt werden. Genotypen zeigten nur das Potential einer Krankheit. Doch alle anderen Faktoren müssten auch berücksichtigt werden. Der traditionelle Blick auf die Medizin starte oft auf molekularer Ebene. Demgegenüber stehe die Beobachtung, die vom Patienten ausgeht, die nicht immer mit dem Bild der Medizin übereinstimme. Die Referenten zeigten viele Beispiele hilfreicher Anwendungen der personalisierten Medizin.

Professor Gerd Folkers vom Collegium Helveticum zweifelte an den Grundsätzen von „truth standards“ und von „no harm“ die von Dr. Vayena vorgetragen wurden. Bei der Einführung von neuen Konzepten seien grosse Herausforderungen mit kulturellen Unterschieden aber auch schon mit den Arzt-Patienten-Beziehungen anzugehen.

Was müsste noch getan werden? Es bleibe die gigantische Aufgabe, die Datenbanken und Methoden so zu konvergieren, dass letztendlich eine verlässliche Methode übrig bleibe. Und es brauche eine permanente diskursive Kommunikation zu diesem Gebiet. Dazu müssten die Akteure identifiziert und integriert werden.

Gerd Folkers

Er ist seit 1991 als ausserordentlicher und seit 1994 als ordentlicher Professor für pharmazeutische Chemie an der ETH Zürich tätig. Am 1. Oktober 2004 hat er die Leitung des Collegium Helveticum übernommen.

Geboren 1953 in Andernach/Rhein (D), studierte er Pharmazie an der Universität Bonn und doktorierte dort. 1983 wechselte er mit seinem Doktorvater an die Universität Tübingen, wo er sich 1989 habilitierte. 1984/85 bei H.-D. Höltje in Bern, studierte er die sich neu entwickelnde Methode des Computer Aided Molecular Design. Aufenthalte am Birkbeck College in London und an der Texas A&M University in College Station dienten der Vertiefung.

Schwerpunkt seiner Forschung ist die molekulare Beschreibung der Wechselwirkungen von Arzneistoffmolekülen mit ihren Bindungsstellen im Organismus. Von zentraler Wichtigkeit ist ihm die enge Verbindung von computer-unterstützter Modellierung mit relevanten biochemischen/biophysikalischen Experimenten. Neben der Erforschung der molekularen Mechanismen «klassischer» Nukleosidtherapeutika gegen Virusinfektion und Krebs gilt sein spezielles Interesse Wirkstoffen, die im Immunsystem ihre Aktivität entfalten.

Er ist Herausgeber der Zeitschriften «QSAR» und «Pharmaceutica Acta Helvetiae», Autor und Herausgeber mehrerer Fachbücher, Vizepräsident der Schweizerischen Gesellschaft der Pharmazeutischen Wissenschaften, Einzelmitglied der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften sowie im Vorstand oder Beirat mehrerer internationaler Fachgesellschaften.

Donatoren und Partner

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.

Das Benediktinerkloster Engelberg prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahr 1120.

Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend den Bedürfnissen des Ortes. Bildungsarbeit an der Stiftsschule, Seelsorge in der Pfarrei, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.