AMHARA Model Town



Mittwoch, 12. September 2012 | 14:45 Uhr

Referent

Franz Oswald

Organisation

ETH Zürich   

Reporting

Professor Franz Oswald von der ETH Zürich erklärte den Weg vom Reissbrett zur Entstehung des neuen Dorfes. Ein Prozess war das Erstellen eines Prototyp-Hauses. Die Herausforderungen waren das Finden von geeigneten lokalen Materialen und das Ausbilden von Handwerkern. So entstand ein zweistöckiges Gebäude aus Eukalyptusholz, welches auf dem einheimischen Markt erhältlich ist. Beim Bau der neuen Stadt wurden verschiedene konzeptionelle Voraussetzungen mit einbezogen. Die Schwerpunkte lagen bei der Kommunikation, Ausbildung in Ökologie und Energie und der Zusammenarbeit mit den Bewohnern, wie auch den umliegenden Gemeinschaften. Das Ziel von AMHARA Model Town sei, dass die Bewohner in Bezug auf Nahrungsmittel, Transport und Bildung selbsterhaltend seien. Geachtet wurde auch auf die landestypischen Traditionen, die natürlichen Ressourcen, das Klima und nicht zuletzt das Potenzial sowie auch das Risiko. Von dem Erstellen eines eigenen Dorfes durch seine Bewohner ist nicht nur die Umgebung betroffen oder die Arbeit der Planer und Ingenieure, sondern jeder einzelne. Die konkrete Arbeit zeigte eine komplexe Fähigkeit der Transformation. Dies führte zu Unerwartetem, respektive zu Gedanken über Krisen und Hoffnung.

Franz Oswald

Franz Oswald is Professor em. of the Swiss Federal Institute of Technology (ETH Zurich) and Head of AUS, the Office for Architecture and Urban Studies.

Franz Oswald was Professor of Architectural Design at the ETH Zurich 1972-1993 and also Director of the Institute for Local, Regional and National Planning (ORL). He was also guest professor at the École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), Switzerland; Cornell University, USA; Cooper Union, USA and visiting professor at Technion, Israel; New Jersey Institute of Technology, USA and consultant at Addis Ababa University, Ethiopia.

He studied philosophy, literature and art history at the University of Bern and the University of Zurich before studying architecture at the ETH Zurich. His post-doctoral studies were completed at Universität zu Köln, Germany and Cornell University, USA.

His office for Architecture and Urban Studies (AUS) in Bern, Switzerland was responsible for projects, building construction, and research and development predominantly in Switzerland, Germany and Israel, and was responsible for the restoration project of the Sassanidic palaces in Iran. AUS received the Deutscher Betonpreis für Wohen der Zukunft.

Franz Oswald is a former Dean of the Faculty of Architecture at ETH Zurich and former president of SCUPAD (Salzburg Congress of Urban Planning and Development). He has published numerous works on the topics of architecture, teaching architectural design, and theory of urban planning.

Donatoren und Partner

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.

Das Benediktinerkloster Engelberg prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahr 1120.

Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend den Bedürfnissen des Ortes. Bildungsarbeit an der Stiftsschule, Seelsorge in der Pfarrei, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.