Zukunft des Wasser in Bolivien



Donnerstag, 11. Oktober 2007 | 9:20 Uhr

Referent

Carla Gomez / Georgina Catacora

Organisation

ETHsustainability und Youth Encounter on Sustainability (YES)

Reporting

Sie setzen sich mit der Förderung des Zugangs zu Trinkwasser im soziokulturellen Kontext auseinander. Erfahrungen aus ihren Heimatstädten Cochabamba und Santa Cruz, beide haben über eine Million Einwohner, werden vorgestellt. In Cochabamba im Zentrum des Landes, wo 40% der Bevölkerung kein fliessendes Trinkwasser hat, erhielt das kalifornische Unternehmen Bechtel eine Lizenz zur Trinkwasserversorgung für 40 Jahre. Bald brachen Proteste aus, die mit Repression beantwortet wurden, am Ende wurde das Projekt begraben. Konklusion: Eine externe Lösung kann nicht aufgezwungen werden. Lösungen müssen lokal verankert sein und implementiert werden. SAGUAPAC in Santa Cruz ist dagegen ein gelungenes Projekt. Es gilt als die grösste Kooperative der Welt. 1979 gegründet, versorgt das Projekt heute zwei Drittel der Stadt rund um die Uhr mit Trinkwasser und kümmert sich für mehr als die Hälfte der Bevölkerung ums Abwasser. Fehlende Finanzierung steht weiterer Expansion im Wege. Erfolgsfaktoren sind Verbraucherorientierung, demokratische Partizipation und Kontinuität im Management. Politische Interferenzen und Bürokratie entfallen. Konklusion: Es gibt keine universal gültige Formel, Lösungen müssen lokalen Gegebenheiten entsprechen, mittels lokaler Überlegungen müssen lokale Lösungen gefunden werden. Abschliessend gilt für Bolivien: rechtliche und politische Reformen sind notwendig, überlappende administrative Zuständigkeiten müssen beseitigt werden, unabhängige lokale Kräfte müssen einbezogen werden.

Donatoren und Partner

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.

Das Benediktinerkloster Engelberg prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahr 1120.

Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend den Bedürfnissen des Ortes. Bildungsarbeit an der Stiftsschule, Seelsorge in der Pfarrei, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.