Wozu soll das gut sein?
2010
2010
Der aktuell immer stärkere Trend zu Utilitarismus, zur ewigen Frage „wozu soll das gut sein?“, beschneidet massiv die positive Freiheit eines Forschers, seine eigenen Ideen zu verfolgen.
Der Utilitarismus tut nämlich so, als wisse er, was zu erwarten und was am Erwarteten vernünftig ist. Rankings und Budgetziele, Disziplinen und Evaluationen, Prüfungen und Karrieren verstärken diesen Trend.
Leistungsvereinbarungen, Ziele und Milestones, wie wir sie aus der Geschäftswelt kennen, sind in diesem Gewebe von Grundlagenforschung und angewandter Forschung kaum geeignet, Erfolge zu erzwingen.
Trotzdem zeigen die beiden letzten Dekaden, dass genau diese Mechanismen nicht nur in der Vergabe staatlicher Förderungsgelder, sondern vor allem auch in der Förderung durch private Stiftungen praktisch zur Regel geworden sind.