Antizipatorische Governance von Wissenschaft und Technik



Mittwoch, 13. Oktober 2010 | 15:00 Uhr

Referent

Daniel Barben

Organisation

RWTH Aachen

Reporting

Professor Daniel Barben von der RWTH in Aachen zeigte die vielfältigen Herausforderungen auf, die neue und aufkommende Wissenschafts- und Technologiefelder (W&T) für diejenigen stellen, die sich vorwiegend praktisch mit W&T auseinandersetzen. Ebenfalls herausgefordert seien diejenigen, die sich mit der Analyse der W&T-Konstellation in der Gesellschaft beschäftigten. Er ging in seinem Referat auf die wesentlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit neuen Technologien ein und sprach darüber, wie antizipatorische Governance helfen könne, mit Fragen umzugehen, die wir bereits kennen oder die in Zukunft auftauchen könnten. Dabei bemängelte er, dass heute die Wissenschaft zu wenig in den politischen Debatten eingebunden sei. Er präsentierte die jüngsten Ansätze in der Technologiefolgeabschätzung, zeigte aber auch die Grenzen – einschliesslich demokratischer Defizite – dieser Ansätze auf, angesichts der grösseren gesellschaftlichen und globalen Herausforderungen betreffend Entwicklung, Regulierung und Integration der neuen und zukünftigen Wissenschafts- und Technologiefelder.

Daniel Barben

Er wurde 1961 in Zürich Geboren und absolvierte Akademische Ausbildungen in den Bereichen Soziologie, Psychologie, Politikwissenschaft und Philosophie an der Freien Universität Berlin (Dipl.-Soz, 1989); Promotion an der Universität Potsdam, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Department (Dr. rer. pol., 1995). Forschungs- und Lehrtätigkeit am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB), der Technischen Universität Berlin, der Freien Universität Berlin und der Universität Bielefeld und absolvierte eine Habilitation in Soziologie an der Freien Universität Berlin.

Er arbeitete als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung, Berlin (WZB) im Bereich Forschung der Technik, Arbeit und Umwelt von 1989 bis 1998 und ist Mitglied des Zentrums für Technologie und Gesellschaft (ZTG) an der Technischen Universität Berlin seit 1999 und als Managing Director am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT) an der Universität Bielefeld im Jahr 2004, als Research Associate an der Robert M. La Follette School of Public Affairs und der Nanoscale gearbeitet Science and Engineering Center an der University of Wisconsin-Madison in den Jahren 2005/06, und Fellowships am Institut für Advanced Studies on Science, Technology and Society an der Universität Graz im Jahr 2000, am Center for Global Change and Governance an der Rutgers University in Newark, New Jersey in den Wirtschaftsjahren 2000/01 und an der John F. Kennedy School of Government der Harvard University in Cambridge, Massachusetts im Jahr 2002.

Er trat CSPO im Herbst 2006 ein, wo er Co-Direktor unter anderem des Projekts Globale- und Vergleichende Kenntnisse ist.

Donatoren und Partner

Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.

Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.

DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.

Das Benediktinerkloster Engelberg prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahr 1120.

Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend den Bedürfnissen des Ortes. Bildungsarbeit an der Stiftsschule, Seelsorge in der Pfarrei, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren.

Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.

Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.